Vogelfotografie einfach lernen - Tipps & Tricks

Als ich 2020 mit der Vogelfotografie angefangen habe, fotografierte ich bereits 14 Jahre zuvor und brachte einiges an Erfahrung mit. Auf dieser Seite möchte ich euch die Vogelfotografie etwas näherbringen bzw. beibringen und meine Erfahrungen und mein Wissen mit euch teilen. Zum Thema Vogelfotografie habe ich Zahlreiche Videos gehen, Bücher gelesen und Internetseiten durchstöbert. Die Fotografie an sich möchte ich auf dieser Seite nur kurz anschneiden im Kapitel 3. Kameraeinstellungen. Ansonsten wird nur die Vogelfotografie mit allem was dazu gehört thematisiert, ich versuche mich auch immer dabei knapp zu halten um die Informationen möglichst direkt zu vermitteln.

Die Ausrüstung

Der erste und wichtige Punkt ist die Ausrüstung. Ohne Kamera und Objektiv, lassen sich natürlich keine Fotos machen. Wer das eine oder andere Buch über die Vogelfotografie bereits gelesen hat, den ist aufgefallen, dass sehr viele Vogelfotografen z.B. mit einer Canon Vollformat und einen EF 200-400mm f/4L IS USM mit Extender 1.4x unterwegs sind. Ohne Frage, ist dass eine wünschenswerte Ausrüstung, jedoch liegt der Anschaffungspreis bei rund 13.750€. Aber auch andere Firmen wie Nikon, Sony oder Olympus sind unter den Vogelfotografen oft in Verwendung.

Für gute Fotos muss man jedoch nicht so tief in die Tasche greifen. Ich persönlich empfinde eine ASP-C Kamera gerade für den Einstieg in die Vogelfotografie für empfehlenswert. Mit dem Crop-Faktor (z.B. Canon 1,6 oder Nikon 1,5) gewinnt man wertvolle Brennweite (mm). Auch ein für Model für den engagierten Einsteiger wie die 800D (ca. 800€ mit Kitobjektiv) oder die 77D (ca. 800€ ohne Objektiv) eigenen sich klasse. Ideal wäre z.B. die 90D für ca. 1300€ ohne Objektiv. Wichtig bei der Kamera ist der Autofokus und das Rauschverhalten.

Letzter war mein Favorit zusammen mit dem Sigma 150-600 Contemporary Objektiv. Für rund 900€ bekommt man hier ein Objektiv mit einer hervorragenden Brennweite für Vogelfotografen. Zusammen mit dem Crop-Faktor der Canon 90D würde man auf 960mm kommen. Für den Preis bietet das Objektiv eine sehr gute Abbildungsleistung und Autofokus.

Da ich wie die meisten, welche gerade diesen Text lesen bei 0 angefangen habe, habe ich mich sehr ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Letzt endlich habe ich für die gerade herausgekommen Nikon Z50 entschieden, da ich diese für 950€ statt 1.339,00€ bekommen habe mit 2 Objektiven und neu, als Sonderangebot.

Das verhalten in der Natur

Noch viel wichtiger als die Ausrüstung ist das Verhalten in der Natur. Bevor es auf Fotosafari in der Natur vor eurer Haustür losgeht, solltet ihr euch eure Verantwortung dieser gegenüber verinnerlichen. Im Frühjahr bis zum Sommer ist die Brutzeit, in dieser Zeit kommen Jungtiere zur Welt und werden von ihren Eltern aufgezogen. Werden diese dabei gestört könnten es z.B. zu einer Nestflucht kommen, wobei die Jungtiere zurückgelassen werden und qualvoll verenden oder Eier werden nicht zünde ausgebrütet.  Im Winter ist die Nahrung knapp jeder Flug, Erschrecken oder noch zu kleine Anstrengung kostet den Vögeln wertvolle Energie, welche sie zum Überleben benötigen.

Die niederländische Community, hat daher ein groben Verhaltenskodex für Vogelfotografie augestellt:

  • Beeinflussen Sie die bestehende Situation so wenig wie möglich, und achten Sie darauf, dass Sie den Lebensraum der Vögel und anderer Tiere unberührt lassen.
  •  Fotografieren Sie vorzugsweise in Freiheit lebende Vögel.
  • Stören und vernichten Sie keine Nester, Schlaf- oder Rastplätze.
  • Tun Sie alles, was möglich ist, um das Aufscheuchen der Vögel zu vermeiden. Passen Sie Ihre Aktivitäten an das Verhalten des Vogels an, wenn er signalisiert, dass er beunruhigt ist, sodass er wieder zur Ruhe kommen kann. Der Einsatz von Klangattrappen während der Brutzeit sollte vermieden werden, da dies ganz sicher zur Beunruhigung des Vogels führt.
  • Benutzen Sie keine toten Tiere, um (Greif-)Vögel anzulocken.
  • Betreten Sie nicht für die Öffentlichkeit geschlossenes Gelände. Bitten Sie den Eigentümer oder Verwalter um eine Genehmigung.
  • Respektieren Sie die Privatsphäre Ihrer Mitmenschen.
  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere Nutzer des Gebietes, in dem Sie fotografieren.
  • Hinterlassen Sie keinen Abfall.
  • Geben Sie keine Ortshinweise zu bedrohten oder empfindlichen Vogelarten oder Gebieten.

Kameraeinstellungen

Da ihr nun eure Ausrüstung habt und das Verhalten in der Natur verinnerlicht habt, geht es um die Kameraeinstellungen.

(S, T, Tv) Zeitvorwahl / Blendenautomatik

Nun heißt es aber erstmal aufatmen, denn das ist der einfachste Teil der Vogelfotografie. Gerade am Anfang ist es empfehlenswert die Kamera für sich Arbeiten zu lassen. Daher würde empfehlen mit der Blendenautomatik kombiniert mit der ISO-Automatik zu arbeiten. Bei der Blendenautomatik stellt ihr an der Kamera die gewünschte Verschlusszeit ein, bei viel Sonne arbeite ich mit einer Verschlusszeit von 1/1000sek und bei weniger Licht mit 1/500sek. Wenn ich das Foto sicher im Kasten habe, experimentiere ich oft bei wenig Licht und gehe je nach Motiv auch auf eine 1/125sek runter. Dort ist auch bei einem stillsitzen Vogel jedoch die Gefahr, das Foto bei großen Brennweiten zu verwackeln. Bei Vögeln, welche fliegen müsst ihr entsprechen ggf. die Verschlusszeiten noch um einiges verkürzen, um zu kleiner der Vogel um zu höher ist seine Flügelschlagfrequenz. Sprich er schlägt in der gleichen Zeit öfters mit seinen Flügeln. Die Blendenautomatik passt, wie der Name schon sagt automatisch die Blende an, so dass Belichtungszeit, welche ihr bestimmt und Blende für eine optimale Belichtung sorgen. Da Teleobjektive sehr viel Licht benötigen und dieses oft nicht vorhanden ist, wird meistens die Größe Blendenöffnung bzw. kleinste Zahl von der Kamera gewählt. Daher ist es wichtig, zusätzlich mit der ISO-Automatik zuarbeiten. Denn hättet ihr die ganze Zeit einen fixen ISO-Wert, wie z.B. ISO 100, wären die Fotos permanent unterbelichtet.

ISO-Automatik

Die ISO-Automatik lässt sich im Menü deiner Kamera einstellen, meistens dort wo ihr auch den ISO Wert einstellen könnt. Je nach Modell, sind hier andere Einstellungen empfehlenswert mit meiner Nikon Z50 arbeite ich zwischen ISO 100 und ISO 6400, da in diesen Bereich die Bilder noch zu gebrauchen sind. Um zu höher der ISO-Wert um zu höher das Rauschen im Bild.

(M) Manuell / Manueller Modus

Im Manueller Modus müsst ihr die Verschlusszeit und Blende selbst bestimmen. Aber im Manuellen Modus lässt sich prima mit der ISO-Automatik arbeiten. Denn immer wenn ihr mit einer Automatik arbeitet, habt ihr den Vorteil, dass die Kamera für euch die optimale Belichtung ermittelt und auch einstellt. Wenn ihr komplett manuell fotografiert, müsst ihr Blende, Verschlusszeit und ISO selbst einstellen, was den Vorteil hat, dass ihr die volle Kontrolle habt. Das ist auch nur zu empfehlen, wenn ihr bereits sehr erfahren seid, denn ihr könntet einen der drei Werte vergessen. Es ist keine Schande auf eine Kamera Automatik zurück zu greifen. Ich selbst fotografiere immer im Manuellen Modus, wähle die offenste Blende und lasse die ISO-Automatik für mich den Rest der Arbeit machen.

Meine dtandard Kameraeinstellungen

  • Manueller Modus
  • ISO-Automatik an
  • größte Blende z.B. f6.3
  • Verschluszeit 1/1000sek
    • bei wenig Licht 1/500sek
  • Autofokus: AF-C
  • Serienbild (Schnell)
  • VR (Bildstabilisator) an
  • RAW-Format

Verschlusszeiten bei Flügelbewegungen

  • Zwischen Taube und Schwan
    • 1/400s bis 1/800s
  • Zwischen Amsel und Spatz
    • 1/800s bis 1/1200s
  • Wie Spatz und kleiner
    • 1/1200 bis 1/3200s

Autofokus & Serienbildfunktion

Als Autofokus benutze ich überwiegend den Modus AF-C (Kontinuierlicher Autofokus) wenn sich ein Vogel beweget z.B. fliegt oder schwimmt oder nur ein wenig rum hüpft für die Kamera die schärfe immer nach. Auch wenn ich mich mal Bergwege, wir die schärfe nachgeführt, was bei einer Portraitaufnahme von einem Vogel bedeutsam ist. Jedoch drücke ich hierzu nicht den Auslöseknopf permanent durch, sondern lasse ihn immer wieder los und drücke ihn erneut halb durch. Zwischenzeitlich mache ich immer wieder mehre Fotos im Serienbild Modus. Meistens 5 – 10 Stück direkt hintereinander mit gedrücktem Auslöser. Das Ganze wiederhole ich mehrfach bei einem Motiv, so dass ich anschließend ca. 25 bis 50 Fotos pro Motiv habe. Wenn es möglich ist, wiederhole ich dies immer aus anderen Standorten und Blickwinkeln. So habe ich anschließend eine größere Auswahl und die Chance, dass ein scharfes Foto dabei ist, ist größer.

Eine andere Möglichkeit ist im AF-S (Einzelautofokus) Modus zu arbeiten, diesen verwende ich nur bei unbewegten Motiven. Der Vorteil ist, dass die Schärfe meistens besser Sitz und dass man, wenn man scharfgestellt hat weiterhin mit dem halbgedrückten Auslöseknopf das Bild gestallten kann und die Kamera sich die Schärfeeinstellung merkt. Auch hier arbeite ich weiterhin im Serienbild Modus.

RAW-Datei / Rohdatenformat

Grundsätzlich ist es zu empfehlen im RAW-Format zu fotografieren. Es herrscht zwar die ständige Diskussion seine Fotos zu bearbeiten oder nicht, aber es gibt kein unbearbeitetes digitales Foto PUNKT. Fotografiert ihr im .jpg Modus, bearbeitet die Kamera bereits die Fotos für euch. Fotografiert ihr die Fotos im RAW-Format, habt ihr die komplette Kontrolle darüber und den großen Vorteil, dass die Bilder viel mehr Informationen haben und man später ggf. ein unter- oder überbelichtetes Foto noch retten kann.

Grundsätzlich ist es wichtig, eure Kamera zu kennen und diese bedienen zu können, um schnell Einstellungen und Korrekturen vorzunehmen.

Immer auf Augenhöhe mit dem Vogel

Natürlich darf diese Regel wie alle anderen gestaltungstechnischen Regeln gebrochen werden. Doch eine der einfach zu verfolgenden Regeln mit einer Erfolgs Garantie für großartige Vogelfotos ist den Vogel bei Portraits ganz einfach auf Augenhöhe zu Fotografien. Besonders gut kommt diese Regel auch immer bei Bodenaufnahmen zur Geltung, denn bei langen Brennweiten verschwimmt hinter und Vordergrund. Bei Decathlon gibt es die Yogamatte Domyos in Dunkelgrün für nicht einmal 9 Euro, diese macht das Liegen auf dem Boden ein wenig erträglicher und ist mit ihrem dunkelgrünen Farbton sehr unauffällig. Leicht ist sie auch noch dabei.

Goldener Schnitt & Drittel-Regel

Der Goldener Schnitt ist eine qualvolle mathematische Regel zur Gestaltung von unteranderen Fotos. Daher möchte ich euch an dieser Stelle das Theoretisch ersparen. Praktisch ist, er hat einen kleinen Bruder, welcher nicht so anspruchsvoll ist, die Drittel-Regel. Wenn ihr richtig gut seid, fotografiert ihr eure Motive direkt schon zu. Hierzu lassen sich in den meisten Kameras ein Raster einblenden oder im Kamerasucher eine Mattscheibe mit Raster nachrüsten. Da mir persönlich oft einfach die Brennweite fehlt, Fotografiere ich meine Motive immer mittig. Das hat auch noch den Vorteil, dass ein Objektiv in der Mitte immer die beste Abbildungsleistung hat. Im Lightroom schneide ich dann immer mein Foto zu und verwende die Drittel-Regel.

Bei Lightroom werden im Standard bei den zurechtschneiden der Fotos (Freistellungsüberlagerung) zwei vertikale Linien und zwei horizontale Lienen angezeigt, dabei handelt es sich um ein Hilfsmittel der Drittel-Regel. Das gleich gilt natürlich, wenn ihr so direkt fotografiert.

Ihr müsst nun ganz einfach das ausdrucksvolle Bildelement auf diese Line bekommen, wie z.B. in diesen Beispielbild den Vogel. Im Idealfall befindet sich das Auge des Vogels immer auf einer der vier Lienen in der Mitte des Bildes, wo sich die horizontale und vertikale Lienen kreuzen. Wichtig ist, dass die Blickrichtung des Vogels berücksichtig wird. Befindet sich z.B. der Vogel rechts im Bild und schaut nach Links, sollte noch etwas Platz im Bild für den Lebensraum des Vogels freigelassen werden.

Das perfekte Licht & Tageszeit

Es gibt zwei Tageszeiten die ideal sind, um zu fotografieren. Am besten seid ihr schon vor Sonnenaufgang vor Ort, den die für mich beste Zeit ist die, wo die Sonnen gerade aufgeht. Auf der einen Seite sind die Vögel für mich hier am Aktivisten. Auf der anderen Seite habt ihr einfach ein richtig schönes seitliches Licht, oft sogar eine wunderschöne Färbung z.B. auch im Wasser und mit etwas glück auch noch leichten Nebel. Die andere Zeit sind die Abendstunden kurz bevor die Sonnen untergeht oder bei Sonnenuntergang. Auch ein Stark bewölkter Himmel spendet uns ein ganz besonders weiches Licht, was ideal ist um Vögel zu fotografieren.

Aber auch gerade dann, wenn die meisten denken ist schlechtes Wetter zum Fotografieren, genau dann ist für uns Vogelfotografen das beste Wetter. Denn genau dann lassen sich Fotos machen, die man nicht immer sieht, die ganz besonderen Fotos. Bei Regel oder direkt nach dem Regen, wenn der Himmel noch bedeckt ist.

Zeigt den Lebensraum

Ich wollte immer nur Portraits von Vögeln fotografieren, da diese mich einfach faszinieren. Dann hatte ich mit zwei Professionen-Naturfotografen ein Gespräch, beide sagten mir gerade, wo ich nicht so eine große Brennweite habe (am Anfang), sollte ich mich ein wenig mehr darauf konzentrieren Fotos zu machen, wo ich mehr den Lebensraum der Vögel zeige. So ist auch dieses Bild entstanden. Es hatte gerade aufgehört zu regnen und diese kleine süße Heckenbraunelle hat sich auf einen noch mit Tropfen versehenden Zwei gesetzt und angefangen ihr Lied zu singen. Ich habe mich mal getraut, etwas weniger vom Vogel zu zeigen und mehr von Lebensraum. Für dieses Foto habe ich von mehreren Ornithologen Zuspruch bekommen, gerade weil ich mehr von Lebensraum gezeigt habe, aber auch auf Instagram gab es eine sehr positive Rückmeldung. Also es müssen nicht immer gleich Portraits sein, Zeigt auch ruhig etwas vom Lebensraum der Vögel.

Der Vordergrund macht das Bildgesund

Ja das ist der Lieblings Spruch von Herren Benjamin Jaworskyj (Fotocouch), aber er hat neunmal recht. Gerade bei Teleobjektiven ist es oft sehr schön einen Vordergrund mit ins Bild zu nehmen. Hierdurch lassen sich oft wunderschöne Bokehs erzeugen. Und ein Vordergrund macht das Bild immer noch etwas spannender und interessanter. Bei Naturfotos sorgt er oft auch noch einmal für einen extra Wildlife-Effekt.

Vögel im eigenen Garten fotografieren

Seinen eigenen Garten Vogelfreundlich zugestellten, freut nicht nur den Vogel, sondern auch den Fotografen. Zuerst einmal sollte der Garten auch ein wenig Naturbelassen sein, dabei sollte man ausschließlich einheimische Gewächse verwenden. Diese bieten einen Platz zum Nisten, Schutz vor Fressfeinden und ausreichend Nahrung, wie z.B. Insekten, Beeren, Früchte, Samen. Empfehlens wert sind Bäume wie Feldahorn, Pimpernuss, Holzapfel Mehlbeere, Speierling, Steinweichsel, Traubenkirsche, Vogelbeere oder Vogelkirsche. Sträucher wie Brombeere, Gemeine Felsenbirne, Heidelbeere, Himbeere, Johannisbeeren, Kornelkirsche, Kreuzdorn, Pfaffenhütchen, Rote Heckenkirsche, Sanddorn, Sauerdorn, Schlehe, Schwarzer Holunder, Stechpalme, Strauchkronwicke, Traubenholunder, Wacholder, Weißdorn, Wildrosen oder Wolliger Schneeball. Aber auch Hecken wie Eibe, Hainbuche, Haselnuss, Liguster oder Rotbuche.

Genug mit der Botanik. Natürlich kann man auch Vögel so mit Futterstellen wie ein Vogelhaus oder Futtersilos angelockt werden, dass funktioniert auch prima auf dem Balkon. Ich füttere Vögel das ganze Jahr über an, hier bei muss nur aufgepasst werden, dass in der Brutzeit auf Fettfutter und getrocknetes Eiweiß wie getrocknete Mehlwürmer verzichtet wird, da die Jungtiere diese nicht verdauen können und daran erleiden. Stattdessen sollte man auf spezielle Mischungen mit Samen zurückgreifen, hierzu lasst ihr euch am besten in Tierbedarfshandel beraten. Ein weiter wichtiger Punkt ist, dass ihr Futter und Co. Sicher vor Füchsen und Katzen anbietet, so dass die Vögel nicht unnötig in Gefahr geraten. Ich habe hierzu mehre Drahtseile in Garten gespannt, wo sich Prima alle aufhängen lässt.

Auch eine Vogeltränke, kann für wunderschöne Fotomomente sorgen. Meine Cousine hat beispielsweise eine in Ihren Garten aufgestellt und konnte so einiges schon dran beobachten und Fotografie wie z.B. Rotkehlchen, Blaumeise, Kohlemeise, Grünfink, Gimpel, Buntspecht, Spatzen, Tauben, Elster, Eichelhäher, Amsel, Raben, Halsbandsittiche aber auch Eichhörnchen.

Im Baumarkt oder in der Natur gibt es auch wunderschöne abgestorben Äste welche sich in der Nähe der Fressstellen drapieren lassen, als Ansitz für den Vogel. Hier werden Vögel vor ihren Futterbeutezug Platznehmen oder auch danach, um diese zu verspeisen. Dabei lassen sich klasse Fotos erstellen. Ihr sollte darauf achten, dass die Ansitze mit Abstand zum Hintergrund platziert werden, um einen Freistellungseffekt zu erzeugen.

Aber auch eine ganze Kulisse lässt sich im Garten für Vögel erstellen. So könnte man z.B. auf Pfähle ein Platon errichten, worauf ihr mit Korkrinden und Grünzeug für Fotos eine Naturgetreue Kulisse errichtet. Hier könnt ihr dann Futter für die Vögel verstecken an den Tagen wo ihr Fotografiert.  Auch teurere Gourmet-Snacks wie Regenwürmer aus dem Angelbedarf zaubern stimmungsvolle Fotos.

Ab späten Herbst, wenn wir unseren Garten nicht mehr nutzen, hänge ich die Komplette Terrasse mit einem Tarnnetz ab, um so ungestört die Vögel zu fotografieren. Viele Tipps lassen sich auch auf den Balkon realisieren. Wer in der Stadt wohnt könnte für die Vogelfotografie auch über einen Schrebergarten nachdenken, welcher sich dann auch natürlich anderswertig nutzen lässt.

Die richtige Kleidung

(Foto wird noch ersetzt).  Die richtige Kleidung ist ebenfalls eins der wichtigsten Aspekte in der Vogelfotografie, eine Vogelfotografen gehen sogar soweit und sagen das Tarnung 60% ausmacht. Auf Tarnnetze und Tarnzelte möchte ich hier jedoch nicht eingehen, da diese für mich zu fortgeschrittenen Vogelfotografie gehören. Für mich gehört zu den Basics jedoch eine Alltagtaubliche kleiden, womit im Park nicht jeder mit dem Finger auf einen Zeigt, aber man sich schon einmal einen Tran-Vorteil gegenüber den Vögeln verschaff. Vögel nehmen Farben ganz anders als wir Mensch war und können darüber hinaus im Ultravioletten Farbspektrum sehen. Helle Partien, wie z.B. das Gesicht, Arme, Beine oder Hände sind immer für Vögel verängstigend.

Es muss nicht unbedingt eine Camouflage-Hose sein, für mich persönlich ist die „Jagdhose leicht 500 atmungsaktiv grün“ von Decathlon für 24,99€ die perfekte Hose. Sie ist sehr elastisch und erlaubt sich perfekt zu bewegen und ist dazu sau bequem. Auch in Sommer ziehe ich eine lange Hose an, da ich viel durch Gräser laufe und so mich vor Zecken und Brennnesseln schütze. Darüber hinaus kann man an dieser Hose ein Gürtelanbringen und Sie verfügt über zwei Einschubtaschen sowie 3 Seitentaschen am rechten Bein, davon eine mit Reißverschluss. Und für die Männer unter uns, über einen Hosenschlitz. Alternativ gibt es bereits für 9,99 Euro eine günstige alternative ebenfalls in der Jagt-Abteilung. Und wenn wir gerade schon in dieser Abteilung bei Decathlon sind, bekommen wir auch braune Shirts bereits ab 4,99€ oder ein Camouflage Shirt ab 7,99€. Aber auch den „JAGD-SCHLAUCHSCHAL ATMUNGSAKTIV 500 CAMOUFLAGE“ für 12,99€ sollte man sich auf jeden Fall mit in den Einkaufswagen packen, ich habe bisher noch keinen besseren auf den Markt gefunden. Da dieser sehr atmungsaktiv ist und perfekt tarnt. Eine dunkele Cap für bereits ab 2,49€ oder Schlapphut ab 6,99€, je nach Geschmack sollte ebenfalls in den Einkaufswagen wandern. Handschuhe in dunkelgrün findet ihr ebenfalls ab 4,99€ in der Jagt-Abteilung, die Zeigefingerspitze kann nach Bedarf ggf. nachträglich abgeschnitten werden um besser den Auslöser zu bedienen oder das Touchdisplay. Wen es in Sommer nicht zu warm oder, oder an machen Tagen zu Kühl, der kann auch auf eine Fleecejacke welche für 9,99€ ebenfalls in der Jagt-Abteilung zu haben zurückgreifen.

Fassen wir zusammen, wichtig ist es den Kopf und die Hände unauffälliger zu machen und mit braunen oder grünen Farben der Natur anzupassen. Ein langes Shirt oder Hemd in gleicher Farbpalette wäre vorteilhaft. Langehose bieten nicht nur bessere Tarnung, sondern schützen auch. Ein Basic Outfit, womit ihr unter Menschen nicht zu auffällig seit gibt es bei Decathlon komplett ab 34,95€ ohne Schuhe und Unterwäsche natürlich.

Geduld

Egal auf welche Internetseite ich bin, welche Buch ich lese oder welches Video ich sehe, ich hörte bei den Thema Vogelfotografie immer das Wort „Geduld“.  

Die Geduld wird in mehre Disziplinen oder Situationen in der Vogelfotografie benötigt, anfangen möchte ich mit einem kleinen Beispiel zu dem oberen Foto.

Erst der richtige Moment macht oft ein Foto interessant. Hier habe ich z.B. einen Graureiher entdeckt wie er auf einen Zweig sitz. Natürlich habe ich diesen Moment fotografiert und habe auf jeden Fall ein recht ordentliches Foto im Kasten. Natürlich weiß ich, dass dieser dort nicht für immer Sitzenbleibt, entweder fliegt er weg, was am wahrscheinlichsten ist oder es passiert eine andere Aktion. Auf jeden Fall wird etwas passieren und ich muss in diesen Moment nur die Geduld aufbringen und abwarten bis etwas passiert und dann in richtigen Moment den Auslöser drücken. So etwas kann sehr schnell gehen, es kann aber auch mehre Stunden dauern. Wichtig ist die Geduld aufzubringen und in richtigen Moment abzudrücken.

Aber allgemein benötigt man für die Vogelfotografie Geduld. Die ersten paar male hatte ich sehr viel Glück und viele schöne Momente aufgenommen. Danach hatte mich das glück verlassen und ich habe oft mehre Stunden in der Natur verbracht, ohne einen Vogel zu fotografieren, das verlangt einen sehr viel Geld auf. Genau so ist es bei der Bedingung der Kamera z.B. war ich es nicht gewohnt mit einer so großen Brennweite zu fotografieren. Oft wenn ich etwas fotografieren wollte, habe ich es nicht gefunden und wenn ich die gewünschte Stelle gefunden habe war der Vogel weg. Es kann sehr verzweifelnd sein und benötigt viel Geduld, bis man Routine drin hat.

Dein Habitat

Dein Habitat, sollte auch das Habitat der Vögel sein. Was will ich damit sagen? Ich finde es gerade am Anfang wichtig, ein Ort für die Vogelfotografie zu haben, welchen du mit den Vögeln teilst. Ich bin mir sicher, dass in jeder Region und jeder Stadt direkt bei dir mit wenigen Minuten Anreise einen Ort gibt, wo es Vögel gibt. Denn nur durch Fotografieren lernst du Fotografieren am besten. Übung macht bekanntlich den Meister. Es ist nicht nur so, dass du deine Kamera besser kennen lernst und bei langen Brennweiten schneller dein Motiv im Sucher findest. Du lernst das Habitat der Vögel viel besser kennen, wenn du oft dort Zeitverbringst. Meins ist der Adolfosee in Hückelhoven Ratheim, ich wohne direkt auf der Zuwegung und bin daher mehrfach die Woche dort, daher hat der Adolfosee auch eine eigene Seite auf meiner Homepage.

Ich weiß zu welcher Jahreszeit, Uhrzeit und an welchen Ort ich z.B. Fasan, Kanadagänse, Kormorane, Graureiher usw. finde. Aber oft mache ich auch neue Entdeckungen wie Schwanzmeise, Bachstelze oder den Kuckuck, oder andere Verhaltensweise, daher wird es nie langweilig. Der Positive Effekt ist, das ich die Vögel viel besser kennen lerne, ihr Verhalten, was sie fressen und meine Fotos werden von Mal zu Mal besser.

Nur so wusste ich, wo ich Graureiher finde, ohne lange zu suchen und kann diese immer wieder beobachten und Fotografieren bei einen Moment wie er z.B. einen Feldhamster verspeist (siehe Foto oben).

Weltvogelpark Walsrode & der Zoo

Eine zoologische Einrichtung ist oftmals auch für eine Vielzahl an Vögel ein Habitat. Viele Zoos, wie z.B. der Krefelder Zoo haben eine Freiflughalle für Vögel, wo ohne lästige Gitter Vögel in einer schönen Umgebung fotografiert werden können. Der Vorteil ist, dass man hier eine Vogelgarantie hat und so manche Fotos bei einem Besuch im Kasten hat.

Jedoch versperren oftmals lästige Gitter im Zoo den Blick auf die Vögel. Hier gibt es jedoch einen Trick, am besten stellt ihr euch so nach wie möglich vor die Gitter und fotografiert möglichst mit einer offenen Blende, dabei solltet ihr beachten, dass keine Masche direkt durch euren Motiv verläuft, da dadurch das Motiv nicht scharf erscheint. Um zu weiter die Gitter hinter dem Vogel im Hintergrund sind, um zu unschärfer werden diese bei einer offenen Blende und sind ggf. nicht mehr sichtbar.

In dem Buche „Praxisbuch Vogelfotografie: Wie perfekte Fotos aus nächster Nähe gelingen“ habe ich über den Weltvogelpark Walsrode gelesen und einen Besuch mit einem Hamburg Besuch gleich verbunden. Und es lohnt sich bei über 4000 Vögeln aus 650 Arten kann man ohne weiters ein ganzer Tag dort verbringen. Für jeden der nicht allzu weit weg wohnt lohnt sich auch eine Jahreskarte. Es handelt sich um den weltweit größten Vogelpark, besonders angetan hat mich der Jungle Trail und die Freiflughalle. Letzteres hatte ich während der Flugshow für mich allein.

Auch im Außenbereich findet man zahlreiche „Wildlife“ Motive, da viele Vögel freiwillig sich im Park einquartieren und die Floraanlage ebenfalls sehr ansprechend ist, lassen sich zahlreiche Motive von bekannten einheimischen Vögeln ebenfalls ablichten. So wie von frei herumfliegen Störchen, welche ihre Brutstätten dort errichtet haben.

Definitiv sollte jeder Vogelfotograf mindestens einmal im Weltvogelpark Walsrode einen stopp eingelegt haben.